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Geografie

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"Wie ein flatternder Wimpel gestaltet, der bald nach Osten, bald nach Westen weht - ein Wahrzeichen der neueren Geschichte des Landes -‚ erstreckt sich Bessarabien von seiner breiten Grundlinie, der Donau unterhalb Galatz samt ihrem Kilia-Mündungsarm und dem Limanufer des Schwarzen Meeres, immer mehr verschmälert erst nach Nordwesten, schließlich nach Westen in das Festland hinein. Dnjestr und Pruth bilden die Grenzen nach Nordosten und nach Südwesten" (K. Uhlig).

Die Grundlinie zwischen den Mündungen des Pruth und Dnjestr mit dessen Liman bei der Mündung ins Meer betrug rund 200 Kilometer, die grüne Nordwestgrenze gegen die Bukowina 55,5 Kilometer. Mit einem Flächeninhalt von 44 422 Quadratkilometern war Bessarabien das kleinste Gouvernement des zaristischen Rußland. Und doch war Bessarabien in den angezeigten Grenzen um 8250 Quadratkilometer größer als das Land Baden-Württemberg und nur um 4000 Quadratkilometer kleiner als Niedersachsen.

Im Blick auf die Höhenlage, das Klima und die Vegetation sowie die Bodenbeschaffenheit kann man Bessarabien in drei Zonen einteilen: Nordbessarabien ist eine Hochebene von durchschnittlich 400 Metern über dem Meeresspiegel, eine Höhe, die etwa der der Filder über Stuttgart gleicht. Sie war mit Eichen- und Buchenwäldern bedeckt und von tiefen Schluchten mit rauschenden Sturzbächen durchschnitten. Am Rande zogen sich die Straßen und Eisenbahnstränge entlang. Hier war die "bessarabische Schweiz. Mittelbessarabien, etwa bis Bender reichend, von den Rumänen mit "Hochwald" bezeichnet, war ebenfalls mit Eichen- und Buchenwäldern bestanden und geht allmählich über in die in unserer Vorstellung lebende Steppe Südbessarabiens. Zieht man von Bender nach Akkerman und nach Ismail und zwischen diesen je eine Linie, so entsteht ein Dreieck, der "Budschak" genannt. Der Name stammt vom Tatarischen und heißt "Winkel, Dreieck". Südbessarabien hatte eine Durchschnittshöhe von 200 Meter über dem Meeresspiegel.; Seine Gestalt war größtenteils die eines "flachwelligen Hügel-landes, an das sich ganz im Süden und Südwesten eine Ebene anschließt, die in der Dobrudscha ihre Fortsetzung findet und von altersher von den Völkern aus dem Norden und Osten als begehrte Durchgangsstraße benutzt wurde. Südbessarabien hatte eine ganz andere Pflanzenwelt als Nord- und Mittelbessarabien. Die weite Steppe war mit dichtem, mannshohem Steppengras bedeckt, in welchem sich die Herden der Nomaden tummelten. Die wenigen Waldbestände waren spätere Pflanzungen der Siedler. Der Akazienbaum hatte wegen seiner Widerstandskraft gegen Dürre und wegen des Nutzholzes den Vorzug. Das Klima war schroff-kontinental. Auf die heißen Sommer folgten sehr kalte Winter. Zur Zeit der Schneeschmelze führten die Steppenflüsse Hochwasser, während sie im Sommer oftmals austrockneten. Dann blieben Tümpel als Badestellen für die Pferde und das Federvieh zurück. Nur stellenweise hielt sich in dem Budschak das Wasser. Hier wurden hauptsächlich von bulgarischen Pächtern Gemüsegärten angelegt, die sehr ertragreich waren. Das Jahresmittel der Temperatur betrug, steigend vom Norden nach Süden 7,7 bis 10,6 Grad Celsius. Umgekehrt fiel das Jahresmittel der Niederschläge von 585,5 auf 383,8 Millimeter (nach K. Uhlig). Der Übergang zur Steppe ist hieraus offensichtlich. Der Boden im Budschak, dem eigentlichen Siedlungsgebiet der Deutschen, war sehr fruchtbar. Die dicke Schicht von Schwarzerde war der eigentliche Reichtum dieses Gebietes. Dieser, für Getreideanbau geeignete Boden, bildete 91,08 Prozent der Gesamtfläche. Bis zum Ersten Weltkrieg waren bereits 70 Prozent unter dem Pflug. Weizen, Gerste, Hafer, Roggen und Mais waren die Getreidearten, die.rnit Erfolg angebaut wurden; ebenso gediehen die Ölfrüchte, wie Soja, und Leinsamen. Eine besondere Bedeutung kam dem Weinbau zu, der am Dnjestrufer seit altersher berühmt war, durch die Ansiedlung der Deutschen aber erst große Ausmaße annahm. Vor dem Ersten Weltkrieg betrug seine Anbaufläche rund 700 Quadratkilometer; davon entfielen allein auf den Budschak 50 Prozent.

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